13. Januar 2010
Drei Wochen Winter und Deutschland versinkt nicht im Schnee, sondern im Chaos. Da hatten wir uns dank der viel zitierten Klimaerwärmung schon auf tropische Temperaturen eingestellt, da schickt uns Petrus völlig unvermittelt einen echten Winter in heimische Gefilde. Kaum zu fassen. Auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen suchten Ende letzten Jahres hunderte Wissenschaftler, Politiker, Lobbyisten und Pseudo-Fachleute für Klimafragen noch einen weltweiten Rettungsplan gegen die immer schneller steigenden Durchschnittstemperaturen, und wenige Tage später bibberten Nordamerika, ganz Europa und Russland bei eisigen Temperaturen. Irgendwieabsurd, man könnte fast auf die Idee kommen, dass Mutter Natur uns vorführt. Doch wie erläutern uns immer wieder gerne fachlich neutrale Meteorologen: „Dies ist nur ein ganz normaler Winter!“ Seltsam nur, dass wir davon schon den zweiten in Folge haben. So langsam dürften den Jüngern der Klimaerwärmung die plausiblen Argumente ausgehen.Tja, und da wir in Deutschland mit einem normalen Winter nicht mehrgerechnet hatten, waren Städte, Kommunen und Gemeinden auf Eis,Eisregen, Schnee usw. nicht richtig vorbereitet. Vorsorglich an mildere Temperaturen angepasst, wurden die Salz- und Splitvorräte eher knappgehalten, was dafür sorgte, dass schon nach kaum einer Woche Winteran einen vorschriftsmäßigen Winterdienst nicht mehr zu denken war. Mit Mühe und Not wurden nur noch die wichtigsten Autobahnen und Straßen geräumt und notdürftig mit Sand befeuert. Man höre und staune, ja mit Sand. Zwar wurde überall verlautbart, dass die Lieferanten von Salz und Split massive Lieferengpässe hätten, doch in Wahrheit sind Städte undGemeinde wohl nicht mehr ganz kreditwürdig! Trauriges Bild…oder…wohnen wir nicht in einem der hochmodernsten und industrialisiertesten Länder der Welt? Und die Konsequenzen für diesen Winter sind noch nicht abzusehen, drohen doch Städte und Gemeinden schon jetzt lautstark wegen der zusätzlichenMillionenausgaben für den „außergewöhnlichen“ Winterdienst ihre Gebühren zuerhöhen und Schwimmbäder zu schließen. Nur frage ich mich auch an dieserStelle wieder einmal: Wo sind die Steuergelder hin, die ich jeden Tag zahle? ObEinkommenssteuer, Gewerbesteuer, Mehrwertsteuer, Ökosteuer, Mineralölsteuer… wie kann es sein, dass nach drei Wochen Winter das finanzielle Chaos ausbricht?Aber apropos Chaos: Unsere neue schwarze-gelbe Regierung versinkt nach wenigen Monaten schon in derUnglaubwürdigkeit. Die versprochenen Steuersenkungen werden in diesem Jahr nicht kommen, wer hätte dasgedacht? Es hätte mich auch gewundert, wenn es diese Regierung geschafft hätte, wenigstens mal EIN Wahlversprechen einzuhalten. Aber wie schön einfach lassen sich Wählerstimmen ködern, wenn man Ihnen alle vier Jahre wieder das Gelbe vom Ei verspricht, um am Ende nur ein totes Huhn zu präsentieren!Olivier Fourcade
Kategorie Allgemein | 0 Kommentare »
19. Dezember 2009
Fakt ist: 2009 ist Geschichte,komme was wolle. Und eigentlich ist es ja auch ganz gut so. Zwölf Monate könnenganz schon lang sein, besonders wenn man das Gefühl hat, ständig nur vonnegativen Nachrichten heimgesucht zu werden. Und die Liste der Ereignisse in2009, die uns alle irgendwie beschäftigt haben ist lang: Da wäre natürlich dieSchweinegrippe, keine Frage: Thema Nummer 1. Die Fachleute aus Politik undWissenschaft waren sich so gut wie einig, die Schweinegrippe würde eineBedrohung für unsere Menschheit werden. Massenimpfungen, am liebsten unterZwang, sollten die Lösung für das Problem sein. Jedoch kam mal wieder allesanders, wie schon bei der Vogelgrippe oder den BSE-Erregern. Die Schweinegrippeentpuppte sich urplötzlich als ganz normale Grippe, jedoch deutlich harmloserals die bei uns seit Jahrzehnten übliche Influenza. Doch wieder einmal warVater Staat der Auslöser für eine Massenpanik…traurig aber wahr!
Nervthema Nummer 2, und davonwerden wir leider noch einige Jahre etwas haben, denn zu groß sind hier dieweltweiten wirtschaftlichen Interesse, ist natürlich die drohendeKlimaerwärmung. Nur frage ich mich, warum wir weiterhin noch von „drohend“sprechen, wenn wir uns nach Meinung der hoch studierten Wissenschaftler jaschon lange mittendrin befinden? Die Klimarunde in Kopenhagen war politischgesehen sicherlich kein Ruhmesblatt, doch spiegelt das Resultat die eindeutigenMachtverhältnisse auf diesem Planeten wieder. Nicht die Vernunft regiert dieWelt, sondern das Kapital. Zudem gibt es weiterhin keine eindeutigen Beweisefür eine Klimaerwärmung, denn hier sollte man weiterhin zwischen zwei Begriffenunterscheiden: Wetter und Klima. Wenn es in einem Winter in Deutschland mehrschneit als in einem anderen, dann ist dies ein Wetterphänomen. Würde es fünfJahre am Stück in Deutschland nicht mehr schneien, könnte man anfangen, voneiner Klimaveränderung zu sprechen. Doch auch diese Veränderung wäre immer nochkein Beweis dafür, dass sie vom Menschen verursacht ist. Bis heute habenWissenschaftler die Komplexität von Wetter und Klima noch nicht 100-prozentigverstanden. Und so ist es z.B. auch beschämend, dass Politiker uns für dummverkaufen wollen, in dem sie uns wissenschaftlich für unsinnig bewieseneUmweltzonen in unseren Städten aufzwingen, weil wir damit einen Teil zurKlimarettung beitragen. Aber wie ich an dieser Stelle ja schon des Öfterenbemerkt habe, neigen wir Deutschen kategorisch zu Übertreibungen.
Nervthema Nummer 3: die Politik.Ob der unsinnige Einsatz unserer Truppen in Afghanistan, die leeren Versprechenvor der Wahl, der aberwitzige Kassensturz nach der Wahl oder auch der medialeHype um die Hochzeit von Franz Müntefering mit seiner doch glatt genau 40 Jahrejüngeren Frau/Freundin, die nach Wünschen des Schwiegervaters jetzt auch nochschleunigst schwanger werden soll… Unser Land versinkt politisch wie auchintellektuell in einer erschreckenden Mittelmäßigkeit und irgendwie sehe ichhier auch nicht unbedingt eine Besserung in Sicht.
Olivier Fourcade
Kategorie Allgemein | 0 Kommentare »
26. November 2009
Wenn sich die Politik in die Wirtschaft einmischt, bringt das meist nichts Gutes mit sich. So konnte die Bundesregierung mit ihrem Bankenrettungsfonds BAFIN sicherlich die Krise im Finanzmarkt ein Stück dämpfen und auch dievon der EU zur Verfügung gestellten Milliarden zu vernachlässigbaren Zinskursen haben einen Kollaps des Systems verhindert. Dennoch hat dies am Kern der Krise, an der Wurzel allen Übels, nicht geändert. So mehren sich leiderdie Anzeichen, dass wir erneut kurz vor einer riesigen, zweiten Finanzblase stehen. Die Spekulanten treiben seit Jahresbeginn die Rohstoffpreise wieder in die Höhe. So hat sich beispielsweise der Ölpreis innerhalb von zehn Monatenquasi verdoppelt, und das obwohl die OPEC täglich knapp eine Millionen Barrel mehr produziert, als eigentlichvorgesehen und die Öllager in der Welt bis zum Überschwappen voll sind. Sogar der amerikanische Immobilienmarkt legt wieder kräftig zu, angetrieben von den vielen Bankern, die ihre Millionenboni in teure Häuser stecken. Wie heißt es doch immer so schön: Geschichte wiederholt sich. Das Schlimme ist nur, dass weder Politik noch Finanzjongleure etwas aus der ersten Krise gelernt zu haben scheinen. Ganz im Gegenteil: Im Wissen was falsch gelaufen ist, glauben sie sich im Vorteil und rasen dieses Mal mit doppelter Geschwindigkeit in den Verderb.Das Thema Opel beherrscht seit Wochen und Monaten die Schlagzeilen. Und dies leider nicht, weil Insignia undder neue Astra im Grunde hervorragende Autos sind. Nein, die Politik hat die Opel-Krise zur Chefsache erklärt. Eine drohende Insolvenz würde tausende Arbeitsplätze kosten und wäre natürlich ein katastrophaler Start für die neue schwarz-gelbe Regierung um Kanzlerin Angela Merkel. Leider vergessen die Damen und Herren in Berlin dabei, dass die Abläufe in der Marktwirtschaft stets ganz natürlichen Gesetzen folgen. So kann man sicherlich verstehen, dasses erstrebenswert ist, Opel am Leben zu halten. Doch muss der Konzern auch ein überlebensfähiges Konzept für die Zukunft besitzen. Und das ist leider momentan nicht der Fall. Die gesamte Autobranche befindet sich im Umbruch und die Zeiten, in denen eine Automarke allein im globalen Markt überleben konnte, sind vorbei. Opel ist leider im Sumpf von kapitalen Fehlentscheidungen des Mutterkonzerns GM untergegangen, wie auch GM selbst. Wäre das amerikanische Insolvenzrecht nicht so gutmütig und hätte die US-Regierung GM nicht über Nacht quasi verstaatlicht, wäredas Thema Opel sowieso längst vom Tisch. Jetzt soll ein insolventer Mutterkonzern eine insolvente Tochter retten, im besten Fall noch mit Milliarden-Geschenken vom deutschen Staat. Da kann sich GM-Chef Fritz Henderson zwarwerbewirksam im deutschen Fernsehen entschuldigen, an der Tatsache, dass er eine gravierende Mitschuld an derMisere einer Traditionsmarke besitzt, ändert dies aber nichts. Im GM-Dunstkreis kann und wird Opel am globalen Markt nicht überleben können, und daran werden auch Milliarden-Spritzen und Entschuldigungen nichts ändern. In diesenTagen zeigt die Marktwirtschaft leider ihre eiskalte Seite und deren Regeln kann auch die Politik nicht außer Kraftsetzen, so schön es vielleicht wäre. Politik kann Management-Fehler, die über Jahrzehnte begangen wurden, nichtmit Geld ausbügeln. Das hat schon die Pleite des BauunternehmensPhilipp Holzmann Ende 1999 gezeigt, welchesüber Nacht von Ex-Kanzler Gerhard Schröder staatliche Hilfe erhalten hatte, um kurz darauf endgültig Insolvenzanzumelden. Die Politik sollte massive Eingriffe in die Marktwirtschaft unterlassen, denn damit verschiebt sie zum Nachteil aller die natürlichen Rahmenbedingungen.olivier fourcade
Kategorie Allgemein | 0 Kommentare »
13. August 2009
Deutschland im Wahlfieber…und das mitten in der Schweinegrippe. Da weiß man gar nicht für welche Symptome man die Tabletten als erstes einnehmen soll. Es gibt kaum eine Zeit, in der so intensiv und mit solch einer Überzeugung politischer Nonsens verbreitet wird, wie in den Wochen vor einer Bundestagswahl. Der Kampf um die Gunst des Wählers und die Gier nach Macht und Anerkennung lassen hoch studierte Erwachsene mit größter persönlicher Überzeugung einen intellektuellen Unsinn verbreiten, bei dem sich wohl jedem von uns der Magen umdreht. Wie kann sich ein Kanzlerkandidat wie Frank-Walter Steinmeier an ein Rednerpult stellen und fast schon großspurig behaupten, dass es in Deutschland nicht um beschiedene Ziele gehe, sondern er sich das ehrgeizige Ziel der Vollbeschäftigung gesetzt habe. Damit tritt der Mann mit der eleganten weißen Vollhaarfrisur eins zu eins in die Fußstapfen eines Ex-Kanzlers Gerhard Schröder, der ja auch vor seiner Wahl einst kühn versprochen hatte, die Arbeitslosenzahlen zu halbieren. Ein Versprechen das er nie einlösen konnte, und über das er beinahe gestolpert wäre. Fragt sich nur, wie die Herren das anstellen wollen, denn mir fiele spontan nur ein, die Rüstungsindustrie anzuwerfen, quasi als Vorbereitung auf einen Einmarsch in die Schweiz. Finanzminister Peer Steinbrück würde es freuen. Denn für den Autobahnbau kann der Staat keine 3,5 Millionen Arbeitslose einstellen, verfügen wir doch schon über das beste und größte Autobahnnetz der Welt. Aber Spaß bei Seite: Es ist zwar ein ehrbares Ziel, die Arbeitslosigkeit abschaffen zu wollen, aber wie unklug und schlecht beraten muss man sein, um der Bevölkerung einen solchen Humbug als Wahlversprechen mit auf den Weg zu geben?
Und um beim politischen Nonsens in der Vor-Wahl-Zeit zu bleiben: Gibt es in Deutschland nicht wichtigere Probleme zu lösen, als sich über die anscheinend auf Wahlplakaten zu groß dargestellte Oberweite einer Kanzlerin Angela Merkel aufzuregen? Merken die Damen und Herren eigentlich nicht, dass sie mit ihrem lächerlichen, manchmal fast schon infantilen Verhalten alles andere als politische Seriosität und Verantwortungsgefühl ausstrahlen, sondern eher den Eindruck eines bunt durcheinander geworfenen Hühnerhaufens abgeben. Da wundern sich unsere Politiker dann, dass die Wahlbeteilung so niedrig ist…
Die Geschichte hat uns gelehrt: Vor der Wahl ist nach der Wahl! Sprich: Der Unfug reißt nie ab!
olivier fourcade
Kategorie Allgemein | 0 Kommentare »
13. August 2009
Der Begriff Krise sollte eigentlich mit großem Abstand zum Unwort des Jahres gewählt werden, denn seit September 2008 dreht sich unser komplettes Leben nur noch um die Konsequenzen der Finanzkrise. Unfassbar aber wahr, manche Medien sprechen jetzt schon von einer Generation Krisenkinder, da glaubt man sich ja fast schon im Dritten Weltkrieg. Eines ist aber sicher, wir, du und ich, sind an dieser Krise alles andere als Schuld, ganz im Gegenteil, die Krise wurde von denjenigen hervorgerufen, die den Mund mal wieder nicht voll genug bekommen konnten, und das auf Kosten des normalen Bürgers. Da gehen einem die Fernsehbildern von weinenden Kleinanlegern durch Mark und Bein, denn tausende von Menschen haben ihr Erspartes verloren, weil sich die vorher so freundlichen Bänker einfach verzockt haben. Ein Schuldeingeständnis? Nein ganz im Gegenteil, es wird mit der gleichen Arroganz weiter gemacht und viele Experten warnen jetzt schon vor einer neuen Krise. Es wäre ja auch zu einfach, wenn man aus den Fehlern der letzten Jahre gelernt hätte. Leider liegt die Gier in der Natur des Menschen und diejenigen die in den Wolkenkratzern das Geld anderer verwalten, können einfach nicht anders als zu zocken, ohne Rücksicht auf Verluste. Denn Konsequenzen haben sie nicht zu erwarten. Bis heute hat keine Staatsanwaltschaft Untersuchungen bei den betroffenen deutschen Großbanken aufgenommen. Einem Herrn Zumwinkel wird wegen ein paar Millionen Steuerhinterziehung der öffentliche Prozess gemacht, dass der Staat aber einen Rettungsfond von knapp 500 Milliarden Euro benötigt, um ein zerstörtes Bankensystem zu retten, interessiert moralisch niemanden. Ein paar Vorstände namhafter Banken mussten gehen, einige medienwirksam, andere klammheimlich, die meisten unter ihnen sitzen aber jetzt schon wieder in der Vorstandsetage anderer Banken. Moral und Schuld werden hier erst gar nicht mehr öffentlich diskutiert, warum eigentlich? Sind wir schon so abgestumpft von der Krise, nehmen wir einfach nur noch alles hin, machen wir die Augen zu, in der Hoffnung, dass der Spuk bald vorbei ist? Dennoch geht es uns alle an und wir spüren die Konsequenzen seit fast einem Jahr täglich, in allen Bereichen unseres täglichen Lebens. Und die Krise ist noch lange nicht vorbei, denn viele Sachen werden vor den anstehenden Wahlen im Oktober noch schön geredet und die aktuelle Regierung versucht sich mit populären Maßnahmen noch einmal ins rechte Licht zu rücken. Aber nach den Wahlen kommt der große Knall. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer wird so dermaßen heftig dementiert, dass sie eigentlich schon beschlossene Sache ist. Rentenkürzungen, massive Steuererhöhungen, steigende Krankenkassenbeiträge, Reichensteuer, die Vielfalt der auf uns zukommenden Einschnitte ist ihrer Vielzahl noch gar nicht abzuschätzen. Eines ist sicher: Der Staat steht vor dem Bankrott und es gibt nur einen, der dies verhindern könnte: Der Bürger! Na dann Prost!
olivier fourcade
Kategorie Allgemein | 0 Kommentare »